sagte neulich ein Bekannter etwas entgeistert zu mir.

„Was soll ich denn über Kunst schreiben?“

„Du hast doch immer eine Kunstseite betrieben. Und du schreibst über Diäten. Du musst doch über Kunst schreiben.“

Wirklich? Müsste ich das?

Es gibt bestimmt viele tolle Dinge die man über Kunst schreiben kann. In Berlin gibt es eine riesige Kunstszene, Vernissagen, Finissagen, Aktionen, Märkte. Jedes Wochenende. Es gibt so tolle Künstler, die es lohnen würde vorzustellen, spannende Galerien und andere Veranstaltungsorte.

Es gibt ganz viel. Und auch ganz viele Blogger die qualifizierter sind darüber zu schreiben.

Bestimmt werde ich auch mal über spannende Künstler berichten, oder über eine Vernissage oder auch über meine eigene Arbeit, wenn zwischen Kitagutscheinerweiterung und Blutdrucktabletten wieder Raum dafür ist…

Bis dahin schreibe ich über Dinge, die auch was mit meiner Kunst zu tun haben. Ich schreibe über das worüber ich auch male. Manchmal, da brauche ich Worte, um differenzieren zu können. Manchmal da brauche ich Farben um zeigen zu können.

Der Antrieb ist jedoch der gleiche. Ich beobachte mich selbst und meine Mitmenschen und stelle fest, wie sie mit sich selbst und anderen umgehen. Wie hart und kritisch unsere Gesellschaft ist. Wie Leistungsorientiert. Und wie viel Sehnsucht doch da ist.

Das will ich malen und darüber will ich schreiben. Das ist es, was gerade authentisch ist. Jedenfalls im Moment.