Auf sehr vielen Künstlerseiten findet man an dieser Stelle eine Auflistung mit vielen, möglichst beeindruckenden Ausstellungen und Wettbewerben an denen der Künstler irgendwann einmal teilgenommen hat und anhand derer potenzielle Interessenten den kommerziellen Wert der Kunst einzuschätzen wollen. Aber wie aussagekräftig ist das? Was erzählt es einem wirklich über den Künstler und sein Bestreben, was über seine Kunst?

Wer also eine solche Auflistung der Eckdaten haben möchte wird hier nicht fündig und muss mich persönlich fragen, so er sie für irgendwas braucht….

 

Klar, auch ich möchte Eindruck hinterlassen. Aber nicht mit den Namen großer Galerien oder prominenter Auftraggeber, sondern mit meinen Bilder an sich, mit denen ich hoffe den einen oder anderen Menschen zu berühren.

 

Was gibt es nun über mich zu erzählen?

Ich zeichne, seit ich einen Stift halten kann. Mein erster Kopffüssler landete an der Tapete noch bevor ich ganze Sätze sprechen konnte. Schon immer hat mich die Möglichkeit fasziniert mit Farbe Dinge und Welten zu erschaffen, die es außerhalb von meinem Kopf nicht gibt.

Die ersten Bilder mit Ölfarben die ich malte waren knallbunte, abstrakte Spielereien mit fließenden Formen

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Dann schloss sich eine Phase an in der ich nackte Frauen in verträumten Landschaften malte.

 

Bei beidem hatte ich immer das Gefühl, das Resultat entspräche mir nicht. Und tatsächlich fand ich irgendwann heraus, dass ich nicht für mich malte, sondern Produkte erschaffte von denen ich annahm, sie würden von mit erwartet werden. Daraus folgte, dass ich einige Jahre überhaupt keine Lust mehr hatte zu malen…

2010 war das Jahr in dem ich die Malerei wieder entdeckte, wo ich sie brauchte als Ventil und Ausdrucksmittel. Und das erste mal seit meiner Kindheit hatte ich das Gefühl, dass das was ich da male, das ist was ich malen will, dass es die Geschichten sind, die ich zu erzählen habe.

 

Es geht in meinen Bildern um Gefühle und den Wunsch diese Gefühle manchmal einfach auszuschalten. Es geht darum, diese Gefühle zu verstecken, weil einem das Vertrauen fehlt, sie anderen einfach zeigen zu können, es geht um die Art und Weise wie lieblos man oft mit sich selbst umgeht und wie hart man so manches mal über sich selbst urteilt. Es geht ums Menschsein und es sollen Bilder für Menschen sein.